Kulturpfad Grube Weiß

Seilscheiben
Eine der beiden Seilscheiben, die sich auf dem Förderturm des Zentralschachtes gedreht haben, steht heute zur Erinnerung auf einem Sockel an der großen Kreuzung in Moitzfeld.
Grube Weiß Anfang der 1920er Jahre
Die Grube Weiß Anfang der 1920er Jahre. Links neben den beiden Schornsteinen lugt der Förderturm des alten Maschinenschachtes heraus. Eine Brücke vom neuen Maschinenschacht (Zentralschacht) ermöglicht das Abkippen des tauben Materials auf die große Abraumhalde im Hintergrund. Im Vordergrund sieht man links das heute noch vorhandene Verwaltungsgebäude. Rechts daneben stehen Gebäude, die zur Erzaufbereitung gehören.
Flotation Anfang der 1930er Jahre
Aufbereitung, Flotation  

 
In der Aufbereitung wurde das reine Erz zuerst aussortiert. Das restliche Fördergut wurde sodann zerkleinert. Anschließend durchlief es verschiedene Sortieranlagen, um das Erz vom Taubgestein zu trennen. Dabei blieben noch ca. 3 % Erz Rückstand in den Abgängen, die auf Halden gekippt oder in Klärteiche geleitet wurden. Zur besseren Ausbeute baute man von 1924 bis 1929 die Flotation (Schwimmaufbereitung).Das nebenstehende Bild zeigt die Flotation Anfang der 1930er Jahre.
Erzabbau
Erzabbau

  
Die erschlossenen Erze wurden unter Tage im so genannten Firstenbau gewonnen. Dazu trieb man direkt in der Lagerstätte eine erste Abbaustrecke, die anschließend von unten nach oben mit Abfallgestein wieder verfüllt wurde. Unmittelbar darüber baute man die nächste Erzscheibe ab. Der Abbaubereich wanderte so langsam von unten nach oben. Das gewonnene Erz wurde über kleine Schächte zur tiefer liegenden Förderstrecke abgestürzt, dort verladen und nach über Tage gebracht. Das nebenstehende Bild zeigt den Streckenbau. Unter einer Strecke versteht man den Weg, auf dem man über einen Stollen oder von einem Schacht zu der Stelle gelangt, an der das Erz abgebaut wird.
Dachbedeckung aus Zink aus dem Jahr 1886
Zink ist ein wichtiger Rohstoff, dem wir tagtäglich überall begegnen. Es ließe sich eine lange Liste aufstellen, daher sollen hier nur einige Beispiele erwähnt werden:
Fast alle Autokarosserien werden heute verzinkt. Dachrinnen und Dachabdeckungen werden aus Zink hergestellt. Zusammen mit Kupfer ergibt sich als Legierung Messing. Das nebenstehende Bild zeigt eine Dachbedeckung aus Zink aus dem Jahr 1886. Es entstammt einem Katalog der "Gesellschaft Vieille Montagne", der Betreibergesellschaft der Grube Lüderich, die auf diesem Weg ihre Produkte anbot.
Bergarbeitersiedlung in Moitzfeld 

Die Gruben hatten oft Mangel an Arbeitskräften. Im Jahr 1926 ließ die Grube Weiß ihre Arbeiter mit Bussen sogar aus dem Raum Much heran holen. Durch eigenen Wohnungsbau versuchte man, möglicht viele Kräfte vor Ort anzusiedeln und so an das Unternehmen zu binden.

Bild unten: Die Kolonie in Moitzfeld
Im Erlenhof / Barbarastraße entstand um 1925 eine Bergarbeitersiedlung.
Bergarbeitersiedlung in Moitzfeld

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